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santésuisse: Der Nationalrat entscheidet zugunsten der Prämienzahler

26.09.2019, Das Ja des Nationalrates zur einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen (EFAS) ist ein Signal für mehr Effizienz und damit die Vermeidung unnötiger Kosten im Gesundheitswesen. Um die Kosten längerfristig wirksam zu dämpfen, sind indessen weitere Massnahmen, insbesondere in der Spitalplanung, bei der Ärztezulassung, den Tarifen und den überteuerten Medikamenten zwingend notwendig. Nur so profitieren die Prämienzahler nachhaltig.

Der Nationalrat hat mit seinem Ja zur einheitlichen Finanzierung von ambulanten und stationären 
Leistungen (EFAS) ein deutliches Signal für mehr Effizienz im Gesundheitswesen gegeben. Mit 
EFAS 
soll die Finanzierung der stationären und ambulanten Leistungen der Spitäler sinnvollerweise 
einheitlich 
erfolgen. Die Kantone würden sich dadurch neu auch an den Kosten im ambulanten Bereich 
beteiligen. 
Diese tragen die Krankenversicherer heute zu hundert Prozent. 

Umgekehrt ist vorgesehen, dass die Krankenversicherer ihren Anteil im stationären Bereich 
erhöhen. Die 
Lösung wäre zu Beginn der Einführung insgesamt kostenneutral und beide Seiten könnten von 
Effizienzgewinnen profitieren.

Wenn die Kantone auch im ambulanten Bereich finanzielle Verantwortung übernehmen, setzt 
das die 
richtigen Sparanreize, weil sie zusätzliche Ärzte neu auch im ambulanten Bereich mitfinanzieren 
müssten. Auch wird mit EFAS die medizinisch und volkswirtschaftlich häufig sinnvolle 
Verlagerung von 
stationär zu ambulant gestärkt. Von den Einsparungen der «Ambulantisierung» sollen aber auch 
die 
Prämienzahler profitieren können und nicht nur die Kantone. Der Ständerat ist nun gefordert, 
ebenfalls 
im Sinne der Versicherten Verantwortung zu übernehmen. Stellt er sich ebenfalls hinter EFAS, 
können 
Fehlanreize und Ineffizienzen verringert werden.

Keine Mehrkosten zu Lasten der Prämienzahlerinnen und -zahler
Um die Kosten längerfristig wirksam zu dämpfen, müssen aber noch weitere Massnahmen 
umgesetzt 
werden. Zum Beispiel muss die Spitalplanung endlich koordiniert über die Kantonsgrenzen 
hinweg 
erfolgen. Im ambulanten Bereich stehen die Kantone in der Verantwortung, dass die Steuerung 
der 
Ärztezulassungen nicht wie bisher zahnlos bleibt. 

Ebenso muss der geltende ambulante Arzttarif durch eine zukunftsgerichtete Lösung mit 
ambulanten 
Pauschalen ersetzt werden, die zu mehr Qualität statt zu Mehrkosten führt. Bei den 
Medikamenten ist für 
nicht patentgeschützte Medikamente das Referenzpreissystem einzuführen. Nach den 
Berechnungen 
des Bundesrates würde alleine diese Massnahme bereits zu Einsparungen von 500 Millionen 
Franken 
führen.

Medienkontakt:

Matthias Müller
Telefon: 032 625 42 57
mail@santesuisse.ch
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